![]() |
| Keith mit Teilnehmern der Tour |
Unseren Abstecher zur Péron Peninsula an der Shark Bay motiviert insbesondere der François Péron Nationalpark, der die nördliche Hälfte der Halbinsel unter Schutz stellt. Ein Besuch der abgelegenen Dünenlandschaft erfordert neben Ortskenntnissen allradgetriebene, geländetaugliche 4WD-Fahrzeuge. Ohne Erfahrung und Ortskenntnis ziehen wir der Miete eines solchen Fahrzeuges die Buchung einer Tour vor. Uns begleitet ein nettes Schweizer Ehepaar in unserer Altersklasse. Die Entscheidung für Shark Bay Coastals Tours als Provider erweist sich als perfekt. Der Preis von $ 189 pP für die Tagestour ist mehr als gerechtfertigt. Der Erlebniswert der Tour ist uns deutlich mehr wert. - Fotoserie
Den François Péron Nationalpark genießen wir heute nahezu für uns alleine. Über den Tag erblicken wir nur ein weiteres Fahrzeug und drei Männer. Dank Keith, unser in Denham geborener Guide der Shark Bay Coastals Tours, erhalten wir tiefe Einblicke in Natur, Kultur und Geschichte der Landschaft, aber auch in den Alltag der Region. Keith ist ein äußerst sympathischer nativer Einwohner mit großer Sachkompetenz. Sein authentisches Wissen vermittelt er internationalen Gästen mit Empathie und Begeisterung. Von Keith erfahren wir, dass sein Geschäft der Bay Coastels Tours schwierig ist. Die Hauptklientel der Besucher des Nationalparks kommt aus dem Raum Perth und reist mit eigenen geländetauglichen Fahrzeugen ab. Diese Besucher haben kein Interesse an seinen Services. Um wirtschaftlich existieren zu können, nimmt er temporäre Jobs an, wenn in den Sharks Bay Salts Frachtschiffe beladen werden.
Keith führt uns an unglaublich schöne Strände und zu menschenleeren Aussichtspunkten, von denen wir Meerestiere und Vögel beobachten. Zusätzlich kümmert er sich auch um unser leibliches Wohl. Am Vormittag verwöhnt uns Keith mit Kaffee, Tee und homebaked köstlichem Gebäck seiner Frau. An der Bottle Bay zaubert Keith zum Lunch innerhalb von 15 Minuten ein fantastisches Fisch-BBQ. Den geschmacklich exzellenten und perfekt zubereiteten Fisch hat er am Vortag selbst gefangen und geputzt.
Auf Nachfrage erklärt Keith, wie die Bezeichnung Bottle Bay entstanden ist. Bevor die Region 1993 zum Nationalpark ernannt wurde, kamen regelmäßig wohlhabende Australier aus dem Raum Perth über das Wochenende mit ihren Yachten zum Fischen in die Region. Bei ihren Aufenthalten tranken sie große Mengen Bier und hinterließen die leeren Flaschen in der Bucht. Mit der Zeit war die Bucht von leeren Bierflaschen übersät. Nach der Ernennung zum Nationalpark wurde aufgeräumt. Laut Wikipedia (François-Péron-Nationalpark) hat das Nationalpark-Projekt zum Ziel, "einen sicheren Lebensraum für bedrohte heimische Tierarten zu schaffen. Die Péron-Halbinsel wurde mittels eines Elektrozauns vom Festland abgetrennt, die eingeschleppten Raubtiere (Füchse, Wildkatzen) und die konkurrierenden Tiere wie Kaninchen wurden mittels Fallen oder Giftköder ausgerottet. Schließlich wurden bedrohte Tierarten wie Rattenkängurus, Kaninchennasenbeutler, Woylies und weitere einheimische Säuger ausgesetzt."

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen