Samstag, 31. Januar 2015

Denham, Shark Bay

EMU auf dem Weg zum Bottleshop in Denham
Denham war ursprünglich eine Siedlung von Perlenfischern, die 1898 als Gemeinde Denham registriert wurde. Perlmuscheln sind schon lange vollständig ausgebeutet. Allmählich kehren Perlmuscheln zurück, wirtschaftlich werden sie aktuell nicht genutzt. Bei Monkey Mia wird jedoch eine Perlen-Farm betrieben. Tourismus dominiert in der Gegenwart als Wirtschaftsgrundlage. Als Motor der touristischen Entwicklung dienen der Ausbau von Monkey Mia zum Resort für organisierte Delfin-Fütterungen sowie die Ernennung der Peron Peninsula als UNESCO World Heritage Shark Bay . Aktuell hat der Ort etwas mahr als 600 Einwohner, 2 Supermärkte, 3 Tankstellen, mehrere Gästebetriebe, Campingplätze, Restaurants, Pubs und sogar eine Bäckerei, die jedoch pünktlich zum Ende der australischen Sommerferien geschlossen hat. Ende Januar ist in Denham die 'Summer Peak Season' zu Ende und angenehme Ruhe eingekehrt. Nach Ostern beginnt über den australischen Winter die Hauptsaison. Fotostrecke Denham - Fotostrecke Friedhof Denham

Freitag, 30. Januar 2015

Reise von Kalbarri nach Denham, Shark Bay

Murchison River beim Ross Graham Lookout, Kalbarri NP
Heute erreichen wir den nördlichsten und zugleich westlichsten Punkt unserer Reise an der Shark Bay. Die Meeresbucht bilden die beiden Halbinseln Edel Land (an der die nach dem holländischen Seefahrer beannte Dirk Hartog Insel anschließt) sowie die Peron Peninsula, unser Etappenziel, das seit 1991 als UNESCO World Heritage Shark Bay gelistet ist.(1) Denham ist nicht nur die einzige Ortschaft des Shire of Shark Bay, sondern auch die erste Ortschaft, auf die wir nach fast 400 km Reise treffen. Mehrere Roadhouses bieten Services am zweispurigen HWY 1 an, auf dem viele Road Trains verkehren.
Kurz bevor wir am Morgen den HWY 1 erreichen, erlaubt ein kurzer Umweg den lohnenswerten Besuch zwei weiterer Aussichtspunkte im Kalbarri Nationalpark . Diashow der Fotoserie



Donnerstag, 29. Januar 2015

Short Walks im Kalbarri Nationalpark zum Z Bend Lookout, Murchison River, Meanarra Hill Lookout

Gravel Road zum Z Bend im Kalbarri NP
Gestern mussten wir mit unseren Kräften haushalten (Post vom 28.01.2015), weshalb wir heute noch einmal ca. 40 km in den Kalbarri Nationalpark fahren, um auf kurzen Walks weitere Highlights kennenzulernen. Um der Tageshitze auszuweichen, ist der Wecker auf 5:00 Uhr gestellt. Am Morgen drohen dunkle Wolken mit Regen. Die Wetterseite des 'Australian Government' kündigt ungemütliche Veränderungen an. Ausläufer eines Tiefdruckgebietes lassen Sturm mit Gewittern und starken Regenschauern erwarten. Unter solchen Bedingungen fahren wir nicht auf sandigen 'Gravel Roads' in einsame Nationalparks ohne Ranger Stationen, Wasserversorgung, Mobilfunknetz. Die Bewölkung lockert sich bald auf. Wir wollen unsere letzte Chance zumindest prüfen und brechen mit einer Stunde Verzug auf. Am 'Z Bend' erwartet uns erneut strahlendes Sommerwetter mit Hitze. Eine Brise sorgt aber heute für angenehme Kühlung. Der Tag entwickelt sich zum Highlight. Diashow der Fotoserie


Mittwoch, 28. Januar 2015

The Loop Trail, Kalbarri Nationalpark

Blick vom Loop Lookout auf Murchison River Gorge
Gestern waren wir in den 'Coastel Cliffs' des Kalbarri Nationalparks unterwegs (Post vom 27.01.2015). Heute erkunden wir Regionen am Murchison River, der über Millionen Jahre eine tiefe Schlucht in eine 400 - 500 Millionen Jahren alte Schicht aus Tumblagooda Sandstein gefräst hat. Die Landschaft gleicht einer 'Kleinausgabe' des Grand Canyon oder der Canyonlands auf dem Colorado Plateau. Trümpfe dieser Landschaft beruhen nicht auf gewaltiger Größe von Dimensionen, sondern auf abgeschiedener Intimität in der Umgebung eindrucksvoller Natur. Lediglich an 'Lookouts' treffen wir wenige Besucher. Mit 'Lookouts' wollen wir uns nicht bescheiden, sondern den relativ anspruchsvollen 'Loop Trail' (Grade 4) wandern. In der Murchison River Gorge sind wir alleine unterwegs und lernen heute, wie heiß es hier werden kann. Diashow der Fotoserie



Dienstag, 27. Januar 2015

Short Walks an der Steilküste des Kalbarri Nationalparks

Blick vom Red Bluff Lookout auf Coastel Cliffs, Kalbarri NP
Vor 400 - 500 Millionen Jahren hat sich im Bereich der heutigen australischen Westküste eine ca. 1.500 m starke Schicht aus Tumblagooda Sandstein abgelagert. Seitdem vor einigen Millionen Jahren die Schicht durch Plattentektonik an die Erdoberfläche befördert wurde, hat der Murchison River eine tiefe Schlucht in den Sandstein geschnitten. Südlich des Ortes Kalbarri besteht die bis zu 100 m hohe Steilküste aus Tumblagooda Sandstein. Der Kalbarri Nationalpark schützt beide Landschaftsformationen. An der Küste führen vom Highway mehrere Stiche zu Parkplätzen, von denen kurze Walks Lookouts mit spannenden Aussichten erschließen. Diashow der Fotoserie

Nachtrag unseres Neujahrsausfluges zum MONA auf dem Moorilla Estate

Für David Walsh und seine Partnerin reservierte Parkplätze
Am Neujahrstag haben wir den vorgesehen Besuch des MONA auf dem Gelände des Moorilla Estates realisiert. Die Eindrücke des Besuchs beschäftigen uns. Das Erlebnis mit einigen dürren Sätzen zu kommentieren, empfinden wir als unangemessen. Für eine ausführliche Betrachtung fehlte während der Reise oft die erforderliche Zeit. Fast 4 Wochen nach dem Besuch ist ein Stand erreicht, der zwar noch unreif ist, dessen Veröffentlichung jedoch vertretbar ist. Wer sich für die Thematik interessiert, findet den Post unter dem Datum 01.01.2015 oder mit dem Link: MONA & Moorilla Estate - Journey to the Underworld

Montag, 26. Januar 2015

Reise von Fremantle nach Kalbarri

Landschaft zwischen Geraldton und Klabarri
Die sympathische Unterkunft verlassen wir in Fremantle ungerne, aber die Karawane zieht heute weiter. Unsere Reise entlang der Westküste nach Norden teilen wir in 2 Etappen ein. Das Etappenziel ist Kalbarri, 600 km nördlich von Fremantle. Für den interessanten Kalbarri Nationalpark scheinen uns 4 Übernachtungen angemessen zu sein. Touren im Nationalpark beginnen morgen. Heute möchten wir nur ankommen. Unsere Unterkunft in Kalbarri ist das Nautilus Retreat B&B, in dem wir das einzige Gästezimmer gebucht haben. Die Wahl erweist sich als Treffer.
Auf dem Weg zur Unterkunft sind für unsere Selbstversorgung Einkäufe erforderlich. In Australien wird heute der Australia Day begangen, ein umstrittener Nationalfeiertag. Insiderinformationen versichern, dass Einkäufe nicht eingeschränkt sind. In Geraldton, größte Stadt Westaustraliens nördlich von Perth, sind alle Supermärkte geschlossen. Verhungern müssen wir nicht. In Kalbarri ist der IGA-Supermarkt geöffnet. Das Angebot ist für unseren Bedarf schmal, während Preise forsch kalkuliert sind.
An der 'Foreshore' des gefälligen Ortes Kalbarri wird gefeiert. Für den Abend ist ein Feuerwerk angekündgt. Wir ziehen einen geruhsamen Abend in der Unterkunft vor, um morgen fit zu sein. Diashow der Fotoserie

Sonntag, 25. Januar 2015

Streifzug durch Perth

Table Top Mountain, 1950, Sidney Nolan, Art Gallery of WA
Für den Besuch von Perth nutzen wir die Verbindung der im 15-minütigen Rhythmus verkehrenden Bahn ($4,40 pP/Strecke). Das Kulturzentrum liegt beim Bahnhof. Wir finden jedch nur Hinweise auf Shopping-Viertel und bewegen uns prompt in die falsche Richtung. Ein Informationskiosk des Visitor Centers hilf uns. Danke!
Das Western Australian Museum informiert über Natur und Kultur des Staates. Seit kolonialer Besetzung verändert sich bei weißen Australiern ein arroganter Umgang mit nativer Kultur nur schwerfällig. An vielen Plätzen treffen wir auf respektvolle Kommentare zur nativen Kultur. Wir empfinden die Anmerkungen als bigott, solange nicht auch das an Aborigines ausgeübte Unrecht thematisiert wird. Das Western Australian Museum legt Wunden und Narben australischer Kultur offen. Weiter so!
Die Art Gallery of Western Australia fokussiert australische Kunst, sie präsentiert aber auch Arbeiten international bedeutender Künstler. Highlights sind mehrere Arbeiten von Sidney Nolan, den wir im MONA für uns entdeckt haben. Exzellent!
Auf dem Rückweg gestatten wir uns in Fremantle den 2. Besuch eines Pubs auf dieser Reise. Der Preis von $7,50/Pint ist skurril, aber Sail & Anchor, unser 'favorite australian Pub', ist ein 'must do'. Die westaustralische Institution ist von Zeiteinflüssen nicht ausgenommen. Nach Übernahme durch die Woolworth Group im Jahr 2010 wurde die Micro Brewery des Pubs geschlossen und das Bier der lokalen Swan Brewery aussortiert. Schade! Diashow der Fotoserie

Samstag, 24. Januar 2015

Rundgang in Fremantle

South Terrasse, Fremantle
Unser letzter Aufenthalt in Fremantle liegt 13,5 Jahre zurück. Die Stadt hat sich in der Zwischenzeit durchaus positiv verändert. Es sind jedoch auch einige Probleme zu verzeichnen, berichtet Jane, unsere Vermieterin des gebuchten Apartments. Die Probleme entziehen sich unserer Wahrnehmung. Die verkehrsberuhigte Innenstadt ist fußgängerfreundlich geworden. Die zahlreichen historischen Gebäude im Zentrum sind sorgfältig restauriert. Das Niveau von Shops, Cafés, Restaurants und Galerien ist angestiegen. Kunstobjekte zieren den öffentlichen Raum. In mehreren Zonen der Innenstadt besteht ‚Free WiFi’.
Auf unserem Rundgang checken wir den uns bekannten Status des Ortes, registrieren Veränderungen, besuchen uns bisher unbekannte Einrichtungen und schauen vom Monument Hill nicht nur auf unsere Unterkunft, sondern auch auf das Fotoshooting einer Hochzeitsgesellschaft. Die Dichte an Shops mit antiquarischen Schallplatten und Büchern, fliegenden Massageständen für diverse asiatische Stile, Esoterikartikeln, Tatoo- und Piercing-Angeboten hat zugenommen. Nirgendwo sonst in Australien sind uns grellere Tatoos, krassere Piercings, coolere Boys und schärfere Girls begegnet. Diashow der Fotoserie

Freitag, 23. Januar 2015

Reise von Südaustralien nach Westaustralien

Markthalle in Fremantle
In Adelaide können wir völlig entspannt aufbrechen, denn der Flughafen liegt nahe bei der Stadt und unser Flug geht erst in der Mittagszeit. Zusätzlich müssen wir eine Stunde Verspätung hinnehmen. Trotz 3:00 Stunden Flugzeit erreichen wir Perth kurz nach 14:00 Uhr, weil die Zeitzone von Westaustralien uns 2,5 Stunden zurückgibt. Unser Tagesziel in Fremantle (Hafenstadt bei Perth) erreichen wir um 15.45 Uhr. In den 3 nächsten Tagen wohnen wir am Monument Hill in einer privat vermieteten Ferienwohnung, von der wir die Innenstadt zu Fuß erkunden können. Das Haus liegt in einer ruhigen Nebenstraße. Unsere beiden Zimmer öffnen sich zur Gartenseite. Eine große, überdachte Terrasse erweitert den Wohnraum. Die gefällige Einrichtung ergänzen liebevolle Details. Alles wäre perfekt, wenn auch die Internetverbindung funktionieren würde. Wir können uns mit dem WLAN verbinden, erreichen jedoch nicht das Internet. Bei dringendem Bedarf müssen wir 'Free WiFi' In der Innenstadt von Fremantle  nutzen. (Ohne unser Zutun haben wir am nächsten Tag zeitweilig Verbindung zum Internet.) Fremantle werden wir uns morgen ausführlicher anschauen. Heute unternehmen wir nur noch einen kurzen Rundgang mit Einkäufen für das Abendessen. Diashow der Fotoserie

3. Reiseabschnitt im Überblick - Route und Unterkünfte auf der Reise von Melbourne nach Adelaide, 3.01.-23.01.2015


03.01.-05.01.2015: Melbourne - Unterkunft: Citadines on Bourke (kein kostenloser Internetzugang)
05.01.-08.01.2015: Halls Gap, Grampien Mountains National Park - Unterkunft: Kookaburra Motor Lodge
08.01.-11.01.2015: Barossa Valley - Unterkunft: Blickinstal
11.01.-14.01.2015: Flinders Range National Park - Unterkunft: Rawnsley Park Station
14.01.-17.01.2015: Clare Valley - Unterkunft: Patly Hill Farm
17.01.-22,01.2015: Kangaroo Island - Unterkunft: Island Cabins bei Kingscote (kein Internetzugang!)
22.01.-23.01.2015: Adelaide - Unterkunft: Adabco Boutique Hotel 
23.01.2015:            Flug von Adelaide, South Australia, nach Perth, Western Australia

Donnerstag, 22. Januar 2015

Reise von Kangaroo Island nach Adelaide

Boot für den Kula-Handel im Raum der Trobiand-Inseln
Wir verlassen Kangaroo Island so, wie wir auch angereist sind, per Fähre. Wenn uns jemand fragen würde, ob wir einen Besuch von Kangaroo Island empfehlen, könnten wir keine klare Antwort geben. Wertungen sind abhängig von Erwartungen, Vorlieben, Interessen und Budgets. Ein ‚must do’ ist der Besuch von Kangaroo Island für uns nicht. Im Nachhinein stellen wir fast, daß 2-3 Tage Aufenthalt gereicht hätten und wir besser 1-2 Tage länger in den Flinders Ranges geblieben wären.
Auf dem Weg nach Westaustralien endet unsere Etappe heute in Adelaide. Die Stadt ist aktuell das Mekka australischer Cycler, weil Adelaide das Zentrum eines südaustralischen Etappenrennens ist. Für ausführliche Besichtungen fehlt Zeit. Wir streifen kurz durch den Central Market und scannen innerhalb einer Stunde das interessante Museum von Südaustralien. Die Kunstgalerie müssen wir auslassen. Unser Dinner nehmen wir auf einem Balkon des Hotels ein.
Morgen fliegen wir nach Perth und beziehen Quartier in Fremantle. In Westaustralien erwartet uns moderate Hitze (30 - 35 Grad). Diashow der Fotoserie

Mittwoch, 21. Januar 2015

Daddeltag auf Kangaroo Island

Sonenaufgang an den Kangaroo Island Cabins
Kangaroo Island Cabins bei Kingscote
Nach Antjes Abreise legen wir auf Kangaroo Island einen Pausentag ein. Am Morgen walken wir 1,5 Stunden in Richtung Emu Bay, reflektieren die letzten Tage, schreiben einige Postkarten, bearbeiten Posts und Fotos, nutzen (nach Registrierung) den kostenlosen WiFi Hotspot der Public Library für E-Mails und Auskünfte über Wetterlage und Währungskurs.
Morgen reisen wir zurück nach Mainland bis Adelaide mit einer Übernachtung. Übermorgen beginnt mit dem Flug nach Perth in Westaustralien der 4. und letzte Abschnitt unserer Reise.

Dienstag, 20. Januar 2015

Short Walks an der Ostküste von Kangaroo Island

Allee bei Penneshaw
Wir planen für heute keine größere Tour, weil Antje am Abend zurück nach Adelaide reist, wo berufliche Aufgaben warten. Untätig bleiben wir natürlich nicht und nutzen den Tag für kleinere Exkursionen an der Ostküste, auf denen wir von Kingscote in Richtung Penneshaw vorrücken. Mit sehr unterschiedlichen Eindrücken von den Unternehmungen des Tages treffen wir kurz nach 17:00 Uhr am Fähranleger in Penneshaw ein. Die Fähre legt zwar erst um 19:30 Uhr ab, Antje wird jedoch die verbleibende Zeit für ihre Vorbereitung auf das morgen stattfindende Projektmeeting nutzen. Wir verabschieden uns leicht wehmütig und mit dem Versprechen, nicht mehrere Jahre bis zum nächsten Treffen verstreichen zu lassen.
Diashow der Fotoserie



Montag, 19. Januar 2015

Short Walks an der Westküste von Kangaroo Island

Remarkable Rocks, Flinders Chase NP, Kangaroo Island
Strahlender Sonnenschein begleitet uns während des ganzen Tages und lässt die Temperatur auf bis zu 30 Grad steigen. Unser Tagesprogramm ist ein Ausflug in den Flinders Chase Nationalpark am westlichen Ende der Insel.(1) Da wir mehr als 100 km anfahren müssen und der Nationalpark viele Besucher anzieht, brechen wir um 8:00 Uhr von unserer Unterkunft bei Kingscote auf. Im Visitor Center des Nationalparks zahlen wir $10 pP für ein Tagesticket und erhalten von einer Rangerin Empfehlungen sowie eine Map, in der Sehenswürdigkeiten und Trails verzeichnet sind. In Anbetracht von Beratung und gut ausgebauter Infrastruktur des Parks ist der Preis fair. Wir folgen den Empfehlungen der Rangerin und fahren zunächst zum 15 km weiter westlich liegenden Cape du Couedic.
Im Flinders Chase Nationalpark finden wir die so oft beschriebene Magie der Insel, aber nur hier und heute. An anderen Tagen empfinden wir die Umgebung eher wie einen touristischen Erlebnispark, der eine sehenswürdige Natur sowie vermeintliche Attraktionen und Aktivitäten an naive Touristen verkauft.(2)

Sonntag, 18. Januar 2015

Short Walks an der Südküste und Nordküste von Kangaroo Island

Pelikane in der Emu Bay
Am ersten Inseltag wollen wir mehrere kurze Wanderungen im Süden von Kangaroo Island unternehmen. Ziel unseres ersten Walks ist eine als ‚Little Sahara’ bezeichnete Dünenlandschaft. Der Anstieg auf die höchste Düne erinnert an Bedingungen im Tiefschnee. Vom Grat auf der Höhe blicken wir weit über die Insel. So weit, so schön. Weniger erfreulich sind perverse touristische Angebote für Surfbording und Touren per Quad Bike durch die Dünen.
Die ‚Seal Bay’ gilt mit ihrer Kolonie australischer Seelöwen (1) als eine besondere Attraktion der Insel.  Der Zugang zur Bucht führt durch ein Visitor Center, in dem Besucher ein Ticket erstehen müssen. Das Ticket für geführte Touren von 45 Minuten Dauer kostet $32 pP!(2) Wer auf die Führung verzichtet, zahlt $15 und darf sich der Kolonie nur auf einem etwas abseits liegenden Boardwalk nähern. Der zentrale Boardwalk ist für geführte Touren reserviert. Negativerlebnisse gehen weiter.(3) Unsere Sympathie für die Insel leidet am ersten Tag deutlich unter der Politik des Inseltourismus. Diashow der Fotoserie

Samstag, 17. Januar 2015

Reise vom Clare Valley nach Kangaroo Island

Frühstück im Patly Hill Farm B&B, Clare Valley
Kangaroo Island Cabin bei Kingscote
Am Morgen der Abreise sind wir die einzigen Gäste im Patly Hill Farm B&B und können ungeniert einige Fotos aufnehmen.
Vom Clare Valley reisen wir 2 Stunden nach Adelaide und treffen Antje am vereinbarten Ort im South Australian Museum. Antje ist während der Nacht von Darwin nach Adelaide geflogen, um uns nach Kangaroo Island zu begleiten. Auf der Insel möchte sie 25 Jahre alte Erinnerungen auffrischen. Nach 2 weiteren Stunden Fahrzeit erreichen wir Cape Jervis, von wo wir mit der Fähre in 45-minütiger Fahrt nach Penneshaw, Kangaroo Island, übersetzen. Um 17:00 Uhr endet die Etappe beim Ort Kingscote an der Ostküste der Insel. Als Inselquartier haben wir die gefällig eingerichteten Kangaroo Island Cabins in ruhiger Umgebung gewählt. Die attraktive Landschaft der ca. 155 km ausgedehnten Insel und viel ‚Wildlife’ scheinen 4 Aufenthaltstage zu rechtfertigen. Antje wird uns nach 3 Tagen verlassen, um berufliche Termine in Adelaide wahrzunehmen. Beim Dinner auf der Terrasse des Cabins beraten wir die Aktivitäten der nächsten Tage. Nach dem heute langen Tag endet der Abend früh. Diashow der Fotoserie
(1) Den Namen der Insel vergab Matthew Flinders bei der Australienumschiffung mit seinem Schiff Investigator.

Freitag, 16. Januar 2015

Offline im Zeitraum 17.-22.01.2015

Morgen reisen wir nach Kangaroo Island und werden dort voraussichtlich ohne Internetverbindung sein. Auf der Anreise aus dem Clare Valley treffen wir uns in Adelaide mit Antje und reisen gemeinsam mit ihr nach KI. Das Wetter verspricht gut zu werden.

Walking the Riesling Trail: Sevenhill - Watervale

Riesling Trail im Clare Valley Bei Sevenhill
Gestern sind wir im Clare Valley das Endstück des Riesling Trails von Leasingham nach Auburn gegangen.(1)
Unsere heutige Wanderung von Sevenhill nach Watervale und retour (9 km pro Strecke) empfinden wir als Filetstück. Das Wetter trägt seinen Anteil dazu bei. Über den ganzen Tag bleibt der Himmel wolkenfrei. Trotzdem steigt die Temperatur nicht über 27 Grad. Am Wendepunkt suchen wir mangels präziser Informationen mit nur kleinem Erfolg nach historischen Sehenswürdigkeiten des ansehnlichen Ortes Watervale.
Während unserer vierstündigen Wanderung treffen wir 6 Radfahrer. Als Walker sind wir alleine unterwegs. Warum ein mit viel Liebe und erheblichem Aufwand hervorragend präparierter Trail durch eine großartige Landschaft keinen größeren Zuspruch findet, ist für uns rätselhaft. Wenn es so etwas wie eine typische australische Mentalität geben sollte, bleibt sie uns fremd.
Diashow der Fotoserie

Donnerstag, 15. Januar 2015

Walking the Riesling Trail: Leasingham - Auburn

Riesling Trail im Clare Valley
Unter der Bezeichnung Riesling Trail ist auf Betreiben von Weingütern im Clare Valley der 1994 eröffnete (2009 erweiterte) und insgesamt der 33 km lange Trail durch das Clare Valley zwischen Barinia im Norden und Auburn im Süden für Walker und Cycler eingerichtet.(1) Der Riesling Trail verläuft überwiegend an der Grenze zwischen Weinfeldern und Farmland auf der Trasse einer (1983) stillgelegten Eisenbahnlinie. Die Streckenführung stellt keine besonderen Anforderungen an Fitness, sondern ist vor allem eine Genussroute. Mehr als 10 Weingüter laden an der Strecke Walker und Cycler zur Einkehr ein. Wir lassen uns nicht verführen (was nicht bedeutet, dass wir dem Riesling keine Beachtung schenken würden) und gehen ohne Zwischenstopp einen Abschnitt von Leasingham nach Auburn und wieder zurück. Da ‚Lonely Planet’ die Orte Auburn und Mintaro als besonders sehenswürdig herausstellt, legen wir die Anreise nach Leasingham über Mintaro. Unsere Tagesaktivität startet jedoch mit einem Frisörbesuch in Clare. Der Haarschnitt wird mit $38 berechnet.
Diashow der Fotoserie

Mittwoch, 14. Januar 2015

Reise von den Flinders Ranges zum Clare Valley

Licht an der Eco Villa in den Flinders Ranges am Morgen der Abreise
Emus an unserer Reiseroute
Mit unserer Abreise aus den Flinders Tanges zieht auch die Wetterstörung ab. Die nächsten Tage versprechen schön zu werden mit Temperaturen von 20 - 30 Grad. Die Eco Villa in der Rawnsley Park Station und die Landschaft der Flinders Ranges verlassen wir nur ungern. In der Rezeption verabschieden wir uns von der aus Norddeutschland stammenden Rangerin, die uns über 3 Tage so nett betreut hat.
Die dreistündige Reiseetappe wäre bald vergessen, wenn nicht 2 Emus neugierig eine Weile neben uns hergetrabt wären. Um 12:00 Uhr treffen wir in Clare ein, zentraler Ort des Clare Valley, neben Barossa Valley, Adelaide Hills, McLaren Vale das vierte bedeutende Weinbaugebiet in Südaustralien mit ca. 50 Weingütern. Bei Weißweinen dominiert im Clare Valley der Riesling, spannend für Riesling-Fans. Zum Einchecken ist es noch zu früh. Wir schauen uns im Ort und der näheren Umgebung um.
Diashow der Fotoserie


Dienstag, 13. Januar 2015

Short Walks zu Caves und Rock Paintings in den Flinders Ranges

After the flood
Nach den Regenfluten von gestern (lt. Aussage von Einheimischen die stärksten Regenfälle seit mindestens 30 Jahren) hat sich das Wetter wieder beruhigt. Für längere Unternehmungen ist es aber noch zu unsicher. Wir bleiben in der Umgebung unserer Unterkunft und unternehmen zwei Short Walks, deren Attraktivität wir deutlich unterschätzt haben. Einige zu überquerende Creeks lagen gestern trocken, führen aber heute Wasser. Zu Fuß bereiten die Hindernisse keine Probleme, eine Durchquerung mit dem Auto bedarf jedoch sorgfältiger Abschätzung. Die Hürden erweisen sich als harmlos und die Walks als großartig. Die markierten Trails eröffnen Zugänge in eine spannende Landschaft, die uns ohne Trails verschlossen bliebe. Wir genießen das Vergnügen exklusiv. Auf unseren Walks begegnen uns in 3,5 Stunden keine Menschen. Diashow der Fotoserie


Montag, 12. Januar 2015

Short Walks in den Flinders Ranges

Blick vom Clem Corner Walk zur Wilpena Pound Range
Nächtliche Regengüsse und stürmischer Wind beruhigen sich am Morgen. Am Vormittag zeigt sich das Wetter versöhnlich, bleibt aber unsicher, weshalb wir längeren Wanderungen ‚Short Walks’ im 'Wilpena Pound' und im Gelände der Rawnsley Park Station vorziehen.
Vielfalt, Fremdartigkeit und Dichte unserer Eindrücke von Landschaft und Natur der Flinders Ranges entziehen sich einer Beschreibung in Bildern oder mit Worten. Nur wer zu Fuß die Landschaft erwandert, öffnet seine Sinne für das Spiel von Licht und Schatten, nimmt die besonderen Gerüche der Vegetation wahr, hört Stimmen der Natur, registriert die Natur im Kleinen, erblickt exotische Vögel, Pflanzen, Blüten, Früchte, Tautropfen auf Gräsern, im Licht glitzernde Spinnennetze, Ameisenstraßen auf dem Waldboden, geologische Mikro-Strukturen etc. Die Stimulierung aller Sinne bewusster und unbewusster Wahrnehmung erzeugt eine magische Stimmung, die Dritten nur unvollständig vermittelbar ist. Diashow der Fotoserie

Sonntag, 11. Januar 2015

Reise vom Barossa Valley zu den Flinders Ranges

Eco Villa Cypress, Rawnsley Park Station, Flinders Ranges
Ortseingang Point Pass, World's End HWY
Auf der Etappe vom Barossa Valley zu den Flinders Ranges reisen wir nach Norden in das Outback Südaustraliens. Sobald die Weinregion hinter uns liegt, durchqueren wir zunächst endlose, abgeerntete Getreidefelder, dann endlose Steppenvegetation, in der hin und wieder Rinder oder Schafe grasen, und durchqueren ‚the middle of nowhere’ am ‚World’s End Highway’, eine monotone Halbwüste, in der das Auge keine Fixpunkte zur Orientierung findet. 400 – 500 mm Regen fällt pro Jahr in dieser für Menschen lebensfeindlichen Landschaft. Trotzdem leben hier Menschen. Weit verstreut verteilen sich einzelne Häuser. Alle 20 – 40 km passieren wir kleine Ortschaften, die wie ausgestorben wirken. Autos und andere Indizien machen deutlich, dass die Orte bewohnt sind. Menschen sehen wir nicht. Offensichtlich haben diese Orte schon bessere Zeiten erlebt, als der alte ‚Ghan Train’ noch verkehrte. In der Gegenwart scheinen hier lebende Menschen kein Interesse an einer gefälligen Umgebung zu haben. Häuser sind ungepflegt, auf Grundstücken lagert Schrott. Die Ort wirken mehr oder weniger abgewrackt und scheinen teilweise dem Verfall überlassen zu sein. Wir fragen uns, was Menschen hier hin getrieben hat, wie und wovon sie leben, warum sie keine Alternativen suchen. Auf den letzten 100 km spenden die südlichen Ausläufer der Flinders Ranges Hoffnung auf eine gute Etappe. Am Ziel erreichen wir im Outback eine Oase, in der Milch und Honig fließen. Diashow der Fotoserie

Samstag, 10. Januar 2015

Exkursionen im Barrossa Valley und im Eden Valley mit Wine Tasting bei Henschke

Frühstück im Blickinstal B&B
Ein massives Tiefdruckgebiet hat sich über den südlichen australischen Kontinent und Tasmanien ausgebreitet. Gestern glaubten wir, der Höhepunkt sei überschritten, aber in der Nacht ging es erst richtig los mit Sturmböen und starken Regenfällen. Innerhalb von 3 Tagen ist die Temperatur von mehr als 40 Grad auf 11 Grad am Morgen und 15 Grad über den Tag gefallen. Positive Veränderungen sind erst im Laufe der nächsten Woche zu erwarten. In Anbetracht der Wetterlage sind wir im Barossa Valley gut aufgehoben, weil sich auch bei schlechterem Wetter Aktivitäten anbieten. Einmal mehr bewährt sich die Auswahl der Unterkunft. Im Blickinstal B&B halten wir uns gerne auf und freuen uns auf das gute Frühstück und den täglichen ‚Afternoon Tea’. Trotzdem bedauern wir, das landschaftlich sehr reizvolle Barossa Valley nicht intensiver erleben zu können und ‚Plan B’ vorziehen zu müssen. Nach dem Frühstück setzen wir unsere gestern begonnene Rundfahrt durch die Barossa Region fort, die deutlich interessanter gerät, als wir es erwartet haben. Diashow der Fotoserie

Freitag, 9. Januar 2015

Scenec Drive Tour im Barossa Valley

Alt-Lutherische Kirche 'Die Herberge Christi' in Bethany
Am Morgen lassen die nächtlichen Regenschauer nach und die Wolkendecke reißt auf. Im Visitor Center haben wir gestern einige Vorschläge für ‚Barossa Walks’ eingesammelt. Der ‚Little Kaiserstuhl Walk’ führt an unserer Unterkunft vorbei, dem Blickinstal B&B, durch die Hügel der ‚Barossa Range’. Diese Runde gehen wir an, aber schon naht eine dunkle Wolkenfront mit neuen Schauern. Unter diesen Bedingungen ziehen wir ‚Plan B’ vor, ein Scenic Drive durch das Barossa Valley. Diashow der Fotoserie







Donnerstag, 8. Januar 2015

Reise von den Grampian Mountains zum Barossa Vallley

Kangurus in Halls Gap
Die Etappe von den Grampian Mountains zum Barossa Valley ist mehr als 500 km lang. Wir brechen um 7:30 Uhr in Halls Gap auf. Eine Gruppe Kängurus verabschiedet uns. Während der 7,5-stündigen Etappe regnet es fast durchgehend. Australier atmen auf,weil die  extreme Feuergefahr der letzten Tage vorerst gebannt ist.
Unsere Reiseroute führt am Little Desert Nationalpark vorbei, der interessant zu sein scheint. Auf der langen Etappe fehlt leider Zeit für einen Abstecher. Beim Ort Dimboola werden wir auf einen pinkfarbenen See aufmerksam, um den ein Walk führt. Regenschauer und Zeitplan drängen auch hier zur Weiterreise. Diashow der Fotoserie






Mittwoch, 7. Januar 2015

Short Walks, Bushfire und Wildlife im Grampians Nationalpark

'The Balconies' in den Grampian Mountains
Heute wird es zu heiß für größere Wanderungen. Um 8:00 Uhr morgens ist es bereits 25 Grad warm. In deutschen Schulen gäbe es bereits Hitzefrei. Für den Nachmittag ist ein Wetterwechsel mit Regenschauern, Gewittern und Sturmböen angekündigt. Von Halls Gap fahren wir in der Frühe via 'Grampians Road' in den Grampians Nationalpark und unternehmen von Seitenstraßen einige 'Short Walks' zu Aussichtspunkten und Wasserfällen. Die 'MacKenzie Falls' liegen am Morgen im Gegenlicht, schlecht für Fotos. Prinzipiell ist heute leider kein Fotowetter, 'Boroka Lookout', 'Reeds Lookout' und 'Balconies Lookout' bieten nämlich phantastische Motive. Um 11:00 Uhr sind 30 Grad überschritten. Auf den Mount William, mit 1.167 m höchster Gipfel der Grampian Mountains, wollen wir nicht verzichten. Auf dem Weg nehmen wir den 'Lakeview Lookout' und den Walk zu den 'Silverband Falls' mit. An den 'Falls' fließt nur ein Rinnsaal, aber der Walk lohnt sich trotzdem. Die beiden letzten Kilometer der 'Mount William Rd' sind für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Schattenlos steigen wir bei 33 Grad auf das Dach der Grampian Mountains und blicken über die dunstige Ebene. Um 13:00 Uhr zeigt das Thermometer 38 Grad. Während unseres Walks entwickelt sich im Nordosten der Berge ein Buschbrand. Es ist Zeit zur Rückkehr nach Halls Gap. Mit Erreichen unserer Unterkunft ist auch das angekündigte Wetter eingetroffen, das uns einige Tage begleiten wird. Morgen sind wir schmerzfrei. Eine längere Reiseetappe zum Barossa Valley in Südaustralien liegt vor uns. Diashow der Fotoserie

Dienstag, 6. Januar 2015

(*) Wanderglueck bei Halfway auf dem Wonderland Loop in den Grampian Mountains

Argonauten am Pinnacle Lookout
Vom Kookaburra Motel in Halls Gap, Grampian Mountains (1), brechen wir früh auf, weil es über Tag heiß wird. Da eine etwas längere Wanderung ansteht, investieren wir zum Preis von $4,15, nein, nicht in Wein, sondern in zusätzlich 1,5 l schlichtes Quellwasser. Auf Empfehlung unseres Landlords kaufen wir das Wasser an der Tankstelle, weil der General Store wesentlich teurer sei. Inzwischen haben wir aufgegeben, uns über solche Preise zu wundern oder gar aufzuregen, aber sie bleiben uns unverständlich.(2) Mit jeweils 2 Liter Trinkwasser im Rucksack begeben wir uns auf den Wonderland Loop über den Pinnacle Lookout. 400 m Höhenunterschied sind jeweils im Auf- und Abstieg zu bewältigen, für Alpinisten keine besondere Herausforderung, aber eine profilierte Runde mit 3,5 Stunden Gehzeit ist bei 30 Grad Celsius kein Spaziergang. Der großartig angelegte Trail belohnt alle Anstrengungen mit faszinierenden Eindrücken und Ausblicken. Am Pinnacle Lookout beschließen wir, dass dieser die Halfway-Marke unserer Reise ist. Den Median unserer Australienrundreise würdigen wir am Abend im Kookaburra Motel mit einer Flasche Sekt. Blianz der 1. Hälfte: Outstanding. Wenn die 2. Hälfte ähnlich ausfällt, wird die Heimreise schwer fallen. Diashow der Fotoserie

(*) Der Post ist unvollständig und wird asap fortgesetzt.

Montag, 5. Januar 2015

Reise von Melbourne zum Grampians Nationalpark

Grampian Mountains
Der Auftakt der Etappe beginnt holprig. Ca. 1 km vom Hotel entfernt wollen wir das gebuchte Mietfahrzeug im Stadtbüro von AVIS abholen. Etliche andere Reisende haben die gleiche Absicht. Die Warteschlange reicht aus dem kleinen Büro bis auf die Straße. Am Counter wird uns klar, wo es hakt. Die gebuchten Fahrzeuge stehen nicht bereit. Wir haben Glück und warten nur eine gute Stunde. Andere Reisende warten länger. Das Ende der 'Line' verlagert sich auf den Gehweg der Straße. Die bedauernswerten Mitarbeiter eilen sichtlich gestresst zwischen Wartenden, Counter und Fahrzeugpark hin und her. Alle bleiben friedlich. Niemand fällt aus seiner Rolle. Wir fühlen uns in die 'Crowded Cabin Scene' des grandiosen Marx Brothers Films A Night at the Opera (1935) versetzt. Nach Übernahme des Fahrzeugschlüssels geht es nicht gleich los, weil diverse Lackschäden des Fahrzeuges protokolliert werden müssen. Nach 1,5 Stunden Chaos beginnt die Etappe.
Vorgesehene Besichtungen auf der Strecke opfern wir dem Zeitverlust. Ein Stopp dient Einkäufen in Ballarat, einzige größere Stadt auf der Route. Um 16:00 Uhr treffen wir in Halls Gap ein und beziehen eine Unit der Kookaburra Motor Lodge. Nach Möglichkeit vermeiden wir Motels, aber dieses Motel rechtfertigt eine Ausnahme. Der Raum ist gefällig eingerichtet. Zum Raum gehört eine Terrasse in sensationeller Umgebung. Wir schauen auf Hügel der Grampian Mountains, vor denen sich eine savannenartige Bucht mit reichem 'Bird Life' (u.a. Kakadus) und Wildlife ausdehnt. Während unseres Dinners auf der Terrasse grast in der Abenddämmerung eine Kangaroo-Familie etwa 100 m entfernt. Morgen werden die Wanderschuhe geschnürt. Wir müssen früh aufbrechen, wei die nächsten Tage Hitze versprechen. Diashow der Fotoserie

Sonntag, 4. Januar 2015

Rundgang in Melbourne

Des Kaisers neue Kleider
The Kiss, Erwin Wurm
Bei freundlichem Sommerwetter unternehmen wir einen Rundgang in Melbourne. In Nebenstraßen der Flinders Lane besichtigen wir am Morgen 'Street Art' (Graffiti), die uns an Köln-Ehrenfeld und die Oranienburger Straße in Berlin erinnert. Am Federation Square ist im Ian Potter Center die National Gallery Victoria (NGV) australischer Kunst einen Besuch wert. In Sichtweite liegt südlich des Yarra Rivers die National Gallery Victoria (NGV) für internationale Kunst, die wir uns am Nachmittag anschauen. Die Sammlung bietet einen bunten Querschnitt vor allem europäischer Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Moderne. Bemerkenswert ist die kühne Architektur beider Häuser, die selbst ein Kunstwerk ist. Bis auf Sonderaustellungen ist der Eintritt kostenlos! Auf einem ausgiebigen Spaziergang durch die Anlagen der Kings Domain und des 'Royal Botanical Gardens' treffen wir auf einen 'alten Bekannten'. Von 1857 - 1873 war der nach Australien ausgewanderte deutsche Botaniker Ferdinand von Mueller Gründungsdirektor der 'Royal Botanical Gardens' Melbourne. Auf Ferdinand von Mueller sind wir bei Wanderungen im Mount Field Nationalpark aufmerksam geworden. In der Nähe der Parks ist der Shrine of Remembrance nicht zu übersehen, ein klotziger Bau, dessen Architektur sich bei antiken Vorbildern bedient. Das gruselige 'War Memorial' ist als Denkmal im Sinne patriotischer Heldenverehrung konzipiert (like not).
Auf dem Rückweg machen Menschenmassen in der Innenstadt deutlich, was 'High Season' in Melbourne bedeutet. Den Aufenthalt in der Natur ziehen wir vor. Morgen reisen wir weiter zum Grampians Nationalpark. - Diashow der Fotoserie  

Samstag, 3. Januar 2015

Reise von Hobart nach Melbourne (Update 4.01.2015)

City Circle Tram
Unsere Tasmanienrundfahrt endet nach 29 Tagen. Wir fliegen nach Melbourne und setzen unsere Reise nach 2 Übernachtungen in westlicher Richtung fort. In Melbourne erwartet uns Hitze bis 40 Grad Celsius. Puh! Zum Glück bietet Melbourne eine interessante Museumslandschaft, in die wir flüchten können. Für morgen sind deutlich moderatere Temperaturen vorhergesagt, so dass wir Stadtbesichtigungen für morgen planen. In der Nähe unseres Hotels im Zentrum hat sich ein Restaurant der Vapiano-Kette angesiedelt, das wir natürlich besuchen werden. Diashow der Fotoserie






2. Reiseabschnitt im Überblick - Reiseroute und Unterkünfte Tasmanien, 5.12.2014 - 3.01.2015


05.12.-09.12.2014: Coles Bay am Freycinet National Park - Unterkunft: Sheoaks on Freycinet B&B
09.12.-13.12.2014: Bay of Fires - Unterkunft: Pelican Point Sanctuary (kein Internetzugang!)
13.12.-16.12.2014: Launceston / Tamar Valley - Unterkunft: Kurrajong House B&B
16.12.-19.12.2014: Stanley / The Nut - Unterkunft: Estowen House / The Stanley Hotel (Internetzugang ist fraglich) 
19.12.-22.12.2014: Cradle Mountain-Lake St Clair National Park - Unterkunft: Cradle Mountain Chateau (Internetzugang ist fraglich) 
22.12.-26.12.2014: Mt Field National Park - Unterkunft: Russel Falls Holiday Cottages (kein Internetzugang!)
26.12.-29.12.2014: Strahan / Franklin-Gordon Wild Rivers National Park - Unterkunft: Castaway Holiday Apartments
29.12.2014-03.01.2015: Hobart - Unterkunft: Apartment Regent St, Sandy Bay
03.01.2015:            Flug von Hobart, Tasmanien, nach Melbourne, Victoria 

Freitag, 2. Januar 2015

Gipfelglueck auf dem Mount Wellington, 1270 m

Blick von 'The Springs' auf den Mount Wellington, 1270 m
Geplant war eine Tour nach Bruny Island. Nachdem wir bereits die sicher sehr attraktive Bruny Island Cruise wegen drohender Seekrankheit gecancelt haben, entschließen wir uns in Anbetracht des perfekten Bergwetters zu einer Wanderung auf den 1270 m hohen Mount Wellington, Hobarts Hausberg. Eine asphaltierte Straße führt bis auf das Gipfelplateau. Diese Option empfinden wir als unsportlich und ignorant gegenüber der faszinierenden Natur in unterschiedlichen Vegetationszonen der Wanderroute. Die Straßenoption überlassen wir 'Autowanderern' und ziehen den 'Zig Zag Trail' ab 'The Springs' vor.
Der Trail ist gut ausgebaut, aber keine planierte Autobahn. Ein zunächst moderater Anstieg wird in Richtung Gipfel steiler. Außer solider Kondition sind jedoch keine besonderen technischen Fähigkeiten gefordert. Vegetation am Trail spendet Schatten, sie erlaubt aber auch Ausblicke auf die Umgebung. Diashow der Fotoserie


Donnerstag, 1. Januar 2015

MONA & Moorilla Estate - Journey to the Underworld

Für David Walsh und Partnerin reservierte Parkplätze
Das 2011 auf dem Gelände des Weingutes Moorilla Estate eröffnete Museum for Old & New Art (MONA) gilt als eine weltweit einzigartige Einrichtung. Mittlerweile genießt das MONA deutlich mehr Beachtung als etwa die Londoner Saatchi Gallery. In renommierten Tageszeitungen und Fachzeitschriften berichten Experten über Architektur, Sammlung und Besitzer des Museums, den Multimillionär und Kunstsammler David Walsh(1). 2012 setzte ‚Lonely Planet’ Hobart dank MONA auf die ‚Planet Top 10 List’ besuchenswerter Städte und kürte Hobart damit zur touristischen Weltstadt. Den Besuch des Museums haben wir bei der Reiseplanung auf unsere ‚Must-do-Liste’ gesetzt. Am Neujahrstag realisieren wir den Besuch bei perfektem Sommerwetter.
In Museumsräumen sind Fotos für private Zwecke ohne Blitz und Stativ gestattet. Die Veröffentlichung privater Fotos und Videos auf Webseiten ist untersagt.(2)
Diashow der Fotoserie